Feng Shui für Unterwegs

Wir hatten diese Reise nach Norwegen zum Polarkreis lange geplant und im Juni 2017 war es endlich soweit. 4 Erwachsene und 6 Kinder machten sich in 2 Autos mit viel Gepäck und Proviant auf den Weg. Von München aus insgesamt 3.000 km in EINE Richtung. Die 13 Nächte haben wir in 6 verschiedenen Unterkünften verbracht. Kurz gesagt wir haben unsere Koffer nie wirklich ausgepackt, sondern waren immer wieder am umpacken.

Was die Unterkünfte betrifft, es war alles dabei. Eine Stadtwohnung in Oslo, ein Cottage am See in Trondheim, ein wunderschönes Haus in Mo i Rana mit dem Blick aufs Meer, ein Ferienhaus in Oppdal und nicht zu vergessen sind die Kabinen auf der Fähre. In einer Unterkunft angekommen, wollten die Kinder das Auto nicht verlassen und meinten nur: „Mama, wir werden in diesem Horrorhaus nicht übernachten!“. Zum Glück konnten wir schnell eine neue wunderbare Unterkunft organisieren. So aufregend das alles war, stellte sich immer wieder die Frage:

Wie gestalte ich aus einer Urlaubsunterkunft ein Zuhause?
Früher hatte ich ein kleines Feng Shui Urlaubsset, damit ich in jedem Hotelzimmer einige Maßnahmen implementieren konnte, damit wir auch während des Urlaubs mit gutem Feng Shui umgeben sind. Heute nehme ich nichts mehr mit – zumal wir ohnehin schon sehr viel Gepäck haben.

Im Folgenden habe ich für Sie einige einfache Tipps zusammengestellt, wie Sie aus Ihrer Unterkunft mit einigen Handgriffen ein „Zuhause“ machen, damit Sie sich schneller wohl fühlen und entspannen können.

  • Betreten Sie die Unterkunft als Gast (egal wie viel Geld Sie hierfür bezahlt haben) und schauen Sie sich erst einmal um – ohne sich gleich Meinungen darüber zu bilden, was Sie schön finden oder nicht. Denken Sie daran – die Räume werden von vielen verschiedenen Menschen gebucht, es ist nicht möglich es allen recht zu machen. Bleiben Sie erst mal einfach neutral und beobachten.

  • Lassen Sie den Perfektionismus los und vergessen Sie Ihre Erwartungen. Das gilt gerade für private Unterkünfte. Vielleicht tropft der Wasserhahn, ein Fenster lässt sich nicht öffnen, die Spülmaschine ist defekt oder die Location ist doch nicht so zentral wie Sie dachten. In dieser Situation haben Sie zwei Möglichkeiten:

    1. Sie regen sich auf und beißen sich fest an Dingen die Sie stören. Die Folge: All die wunderbaren Dinge bleiben unbemerkt.
    2. Sie geben nach und werden neugierig darauf, was die Unterkunft auf die eigene Art und Weise besonders und schön macht. Entscheiden Sie sich zu genießen!
  • Es kann sein, dass es in den Räumen Gegenstände gibt, die Sie stören (egal aus welchem Grund). Dann räumen Sie diese einfach in einen Schrank UND räumen Sie wieder aus, bevor Sie abreisen.

  • Hotelzimmer sind meistens sehr einheitlich und unpersönlich eingerichtet. Nehmen Sie sich einige Minuten Zeit um Ihre eigenen Sachen auf dem Tisch, den Nachtkästchen und im Badezimmer schön anzuordnen. Hiermit meine ich nicht einfach nur das Auspacken – sondern vielmehr das bewusste Platzieren und Anordnen damit der Raum Ihr eigener wird.

  • Sie stellen fest, dass die Unterkunft untragbar ist (genau wie wir mit dem „Horrorhaus“), dann entscheiden Sie sich, ob Sie diese dennoch beziehen (aber dann regen Sie sich nicht mehr auf, sondern schließen Sie Frieden) oder Sie entscheiden sich dagegen. Auch in diesem Fall ist es wichtig, konsequent zu bleiben. Suchen Sie eine neue Unterkunft und ziehen Sie dort ein. Es kann natürlich sein, dass Sie etwas mehr Geld bezahlen müssen, aber kein Geld der Welt ist es wert, dass Sie Ihre wertvolle Zeit (die eigentlich der Erholung dient) an einem Ort verbringen, an dem Sie definitiv NICHT sein möchten.

Und zu guter Letzt:

Schalten Sie Ihre elektronischen Geräte aus oder zumindest in den Flugmodus. Was wir Zuhause als Selbstverständlichkeit betrachten, wird im Urlaub oft vergessen. Deshalb möchte ich auf diesen Tipp nicht verzichten. Schaffen Sie sich – soweit möglich einen strahlungsarmen Raum, gerade während der Nacht.

Egal wohin Sie Ihre Wege führen, ich wünsche Ihnen erholsame Urlaube, inspirierende Orte und großartige neue Erfahrungen.

„Verstehen kann man das Leben nur rückwärts.
Leben muss man es vorwärts“
Soren Kierkrgaard

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JA GERNE

2018-12-12T10:00:05+00:00
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